



















Der Mainzer Kabarettist, Comedian
und Musiker Tobias Mann präsentiert mit „Man(n)tra – Der Sinn
des Lebens in zwei Stunden“ sein nunmehr zweites Bühnenprogramm
nach dem mehrfach preisgekrönten „Man(n) sieht sich!“ (Kabarett
Kaktus 2006, Trierer Constantin 2007, Goldene Weißwurscht 2007).
Seine autobiografischen Ausflüge in die Vergangenheit hinter
sich lassend, stürzt sich Toby nun voll und ganz auf das Hier
und Jetzt, um dem alltäglichen Wahnsinn einen Sinn abzuringen –
und sei es auch nur Unsinn.
Vorbilder und
Helden gibt es nur noch im Kino und auch die Bösewichte lassen
sich nicht mehr mit aller Trennschärfe aus dem
Infotainment-Wirrwarr der Gegenwart herausfiltern. Wo fängt
Bestechung an und wo hört monetäre Entscheidungsbeschleunigung
auf? Wer gibt in einer Welt voller lupenreiner Demokraten die
Richtung vor und vor allem warum? Haben wir unsere Politiker
oder sie nur einander verdient? Was tun, wenn Freud recht hatte
und unser aller Schicksal lediglich von der ewigen Diskussion
zwischen „Ich“, „Über-Ich“ und dem miesen kleinen „Es“ abhängt?
Digitalisieren wir uns zu Tode und lohnt sich das Leben im
Update 2.0 noch? Viel dringender die Frage: Reicht die Hardware
unseres Körpers noch aus, um die aktuelle Alltags-Software
laufen zu lassen? Die Welt geht vor die Hunde und man(n) kommt
nicht umhin, die armen Köter zu bedauern.
Na, wer wird
denn gleich so schwarzsehen? Tobias Mann schwingt sich zum
Humor-Guru auf und macht Zwerchfell-Yoga mit seinem Publikum –
zumindest für zwei Stunden. Mehr Zeit hat man heutzutage eh
nicht mehr, um seine Chakren zu kitzeln. Wenn minderbegabte
Science-Fiction-Autoren eine neue Religion ausrufen, darf das
ein Komödiant erst recht. So macht sich Toby also auf die Suche
nach dem gemeinsamen Mantra, der Formel für ein erfülltes Leben,
dem Motto für den großen Sinn. Dabei zieht er, mit Mundwerk,
Gitarre und Klavier im Anschlag, alle komödiantischen Register
und bemächtigt sich verschiedenster Schattierungen des Humors –
Satire und Ironie garniert mit einer gehörigen Portion frechem
Zynismus und hanebüchenem Nonsens. Ob Politik, Religion,
Zeitgeist oder Alltäglichkeiten – ebenso wie seine Themen
wechseln sich saukomische Stand-Ups und witzig-hintersinnige
Lieder ab, die in Kombination mit Manns unstillbarem
Bewegungstrieb und seiner einzigartigen Mimik einmal mehr für
einen erstklassigen Kabarettabend garantieren.
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