Neue Aufgabenfelder
unserer Gesellschaft
Die Erforschung der Geschichte des Gau-Algesheimer Raumes als satzungsgemäße
Vorgabe der Carl-Brilmayer-Gesellschaft (CBG) schließt auch die
Vor- und Früh-Geschichte mit ein. Manchmal gibt es Funde eher aus
Zufall, wie das Prunkgrab aus der Urnenfelderzeit; vgl. dazu das
Foto zur Darstellung 3: Keltenzeit im „Raum der Geschichte“
(> Stadtmuseum). In der Regel jedoch werden durch so genannte
Lese-Funde Spuren aus den Jahrtausenden vor unserer Zeit entdeckt.
Diese Funde sind die einzigen Dokumente,
die uns Rückschlüsse geben auf die Anwesenheit, Besiedlung und Kultur
von Menschen, die lange Zeit vor uns hier lebten. Die neue Herausforderung
für die CBG besteht darin, jenem Kreis von Heimatforschern, die
sich diesen Themen widmen, ein Forum zu bieten als eine Möglichkeit,
Aktivitäten zu bündeln, Kontakte zu pflegen und in Verbindung mit
Dritten das Interesse an der Vor- und Frühgeschichte in unserer
Region zu beleben sowie die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit
und der Wissenschaft zugänglich zu machen.
Seit Oktober 2004 haben wir begonnen, durch einen eigens dazu gebildeten
„Gesprächskreis Steinzeit“ im Rahmen der CBG diese Vorstellungen
mit Leben zu füllen und entsprechend tätig zu werden. Mehrere Treffen
mit Fund-Meldern, öffentliche Veranstaltungen und eine Ausstellung
in Gensingen konnten seither durchgeführt werden.
In unserer zweiten für Jedermann öffentlichen Veranstaltung Anfang
April 2006 im Kloster Jakobsberg mit 80 Besuchern, die sich vom
Thema „Steinzeit“ ansprechen ließen, referierte Prof.
Dr. Johannes Preuß über Landschafts-Archäologie in Rheinhessen.
Spontan erklärten sich mehrere Besucher bereit zu einer Zusammenarbeit
mit dem „Gesprächskreis Steinzeit“ der Carl-Brilmayer-Gesellschaft
(CBG). Das Thema ist interessant und spricht die Menschen an. Die
CBG plant daher für jedes Frühjahr zu diesem Thema Vorträge anzubieten.
So referierten im Frühjahr 2007 :
Am Mittwoch, den 07. Februar 2007 ab 19:00 Uhr in der Rathaus Scheune
Gau-Algesheim Dr. Karl Heinz Weber über „Altersbestimmungen
bei Objekten aus der Erdgeschichte und der Kulturgeschichte des
Menschen“ und zeigte dazu eine Fülle von Beispielen.
Am Samstag, den 17. Februar 2007 ab 15:00 Uhr im Kloster Jakobsberg,
Ockenheim Priv.-Doz. Dr. Detlef Gronenborn vom RGZM Mainz über „Die
Anfänge der Zivilisation:
Sesshaftigkeit und frühe Landwirtschaft zwischen Euphrat und Rhein“
zurück bis 8000 vor Christi Geburt, unterlegt mit Dokumenten über
Klimaschwankungen für diese Zeitspanne.
Anschließend fand ein informativer Austausch unter den anwesenden
Fundmeldern statt.
Aus diesem Anlass schrieb der Landesarchäologe Dr. Gerd Rupprecht
an Helmut Becker (im Vorstand der CBG zuständig für den Bereich
„Vor- und Frühgeschichte“) einen Brief, den er vorlas;
danach werde demnächst für Rheinhessen ein archäologisches Fundinventar
mit Bildern den einzelnen Ortsgemeinden bekannt gegeben, Publikationen
zu Steinbeil- und Mahlstein-Sammlungen sowie zu Flurnamen mit archäologischem
Hintergrund veröffentlicht; der Internetauftritt werde stetig vergrößert
(vgl. www.archäologie-mainz.de
).
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