| 2./3. Jhdt. n.Chr. | Zeitgleich mit dem Fall des Limes (250/260) Bau eines römischen Staatsgutes unterhalb der Berger Hall am Eckelsbach zur Versorgung der römischen Garnison Bingium (Bingen). Funde römischer Ziegel mit Stempel „PoRTS“ und einer Tonscherbe mit Buchstabenfragmenten „res...“ (Respectnus-Rheinzabern). |
| 6./7. Jhdt. n.Chr. | Gründung einer dem hl. Laurentius geweihten Zentralkirche durch iro-schottische Missionare, wahrscheinlich an der Stelle eines keltischen Heiligtums, welches der „Epona“, der Schutzgöttin der Pferde geweiht gewesen sein könnte. (Die Römer bezeichnen die in Gallien ansässigen Kelten als „Gallier“, Galater werden in der Hl. Schrift die in Galatien in Kleinasien siedelnden Kelten genannt. Galaterbrief.) |
| 745 | anlässlich einer Synode unter Vorsitz der beiden Hausmeier Karlmann und Pippin wird im Beisein von Missionserzbischof Winfried-Bonifatius der letzte fränkische Bischof von Mainz, Gewilib, abgesetzt. Dieser lebte danach noch 14 Jahre wahrscheinlich in Bergen. Er erhält neben der Grundherrchaft Sponsheim auch die Einkünfte der Mutterkirche in Bergen zum Unterhalt. Nach seinem Tod, 759, fällt der Besitz an den Mainzer Bischof zurück. Der Grund für Gewilibs Absetzung war die Ausübung der Blutrache an dem Mörder seines Vaters und Vorgängers, dem Bischof Gerold von Mainz während eines Sachsenfeldzuges. Nach Gewilibs Absetzung wurde Bonifatius zum Erzbischof von Mainz ernannt. |
| 767, 1. November | erste urkundliche Erwähnung des Ortes "ad montibus" - "Bergen" im Codex Laureshamensis. Als Pippin (751-768) König der Franken und Gundeland (765-778) Abt des Klosters Lorsch war, schenkt Rudolf von Bergen zu seinem Seelenheil in der Bergheimer Gemark einen Unfreien (Leibeigenen) sowie seinen gesamten Besitz mit einem Weinberg dem hl. Nazarius, dessen Reliquien in der Klosterkirche in Lorsch ruhen. |
| 795, 13. Dezember | im 28. Regierungsjahr Karls des Großen schenkt Ediram zu seinem und seines verstorbenen Bruders Amalhart Seelenheil zwei Weinberge im Dorf „Ad Montibus“ an das Kloster Fulda, welches von Abt Baugulf (780-803) geleitet wird. |
| um 858 | erwähnt der Benediktinermönch Rudolf von Fulda in einem Bericht über die Reliquiensammlung des Erzbischofs Hrabanus Maurus den Rochusberg und das am Fuße gelegene Kempten anstelle von „Bergen“. Er beschreibt ein Dorf, unweit der Stadt Bingen gelegen, welches im Volksmund „Capmunti“ - „Haupt der Berge“ genannt wird, und vom Aufruhr böser Geister an diesem Ort gegen einen Menschen, wodurch dieser gezwungen war mit Frau und Söhnen außerhalb des Dorfes auf dem Acker zu bleiben, da er sonst um seine gesamte Verwandtschaft, die mit ihm unter seinem Dach wohnte, fürchten mußte. Schließlich sei der böse Geist in die Getreidefelder gefahren und habe diese angezündet. |
| um 1000 | wird die Kirche zu Ehren des fränkischen Nationalheiligen St. Martin in Gau-Algesheim (ab 1677 St. Cosmas u. Damian) unter Erzbischof Willigis zur eigenen Pfarrkirche erhoben. |
| um 1015 | erhält das Kanonikerstift St. Maria im Felde als Berger Zehnten die Einkünfte der Mutterkirche sowie deren Tochterkirchen sofern diese noch nicht selbständig waren. Zehntherr ist der Propst. |
| 1158 | bestätigt der Mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen (1160 von den Mainzer Bürgern erschlagen) dem Kloster Ruperstberg dessen Güter in Bergen. (1147 Gründung des Klosters Rupertsberg durch Hildegard). |
| 1169, 28.02. | erhält anläßlich einer Neuordnung durch Erzbischof Christian I. von Buch das Stiftskapitel von St. Maria im Felde den Zehnt zu Bergen und Ober-Hilbersheim. |
| 1187 | bestätigt Erzbischof Konrad I. dem Kloster Rupertsberg u.a. Besitz in Bergen, Appenheim, Ockenheim, Welgesheim und Bingen. |
| 1198, 12. Dezember | Bergen wird im Güterverzeichnis des Rupertsberges aufgeführt. Friedrich von Bergen besitzt in Ockenheim ein Stück Ödland wovon er dem Kloster Rupertsberg 7 Denare und einen Obulus gibt. |
| 1219/1238 | die Einkünfte der Kirchen in Nieder-Saulheim, Ober-Hilbersheim und Bergen werden zur Besetzung und Abhaltung der Gottesdienste in den genannten Orten an den Dekan von St. Maria im Felde vergeben. |
| 1295 | Erwähnung eines Schöffen Johann von Bergen. Damit erfahren wir etwas über ein Geschlecht, welches sich nach dem Ort benennt. Papst Bonifaz VIII. bestätigt die Trennung des Stiftsbesitzes zwischen Propst und Kapitel von St. Maria im Felde, u. a. auch den Berger Zehnten. |
| 1300 | der Edelknecht Otto Schelze von Bergen schenkt der Stiftskirche St. Martin zu Bingen 20 Malter Korn von den Gütern des Lemken und des Ritters Horewic von Oestrich in der Gemarkung des Dorfes Bergen. |
| 1307, 5. Oktober | erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrkirche zu Bergen, die dem hl. Laurentius geweiht ist. Die Gemeinde Ober-Hilbersheim beantragt bei Dekan und Kapitel von St. Maria im Felde die Anschaffung eines Meßbuches, den Unterhalt des Kirchendaches, die Haltung eines Faßelochsen, eines Ebers und eines Widders für ihr Vieh. Der Antrag wird abgelehnt, da es sich um Privilegien der Mutterkirche handelt. |
| 1332 | klagt Heinrich von Bergen, daß der Pfarrer von Ober-Hilbersheim die Einkünfte der Kirche zu Bergen bezieht, aber dort keinen Gottesdienst hält. Der Propst von St. Maria im Felde bestimmt, dass der Ober-Hilbersheimer Pfarrer wöchentlich zweimal die hl. Messe in Bergen liest. Damit gilt Bergen als Filiale von Ober-Hilbersheim. |
| 1351 | Neuordnung der Verteilung der Einkünfte der Berger Kirche durch Erzbischof Gerlach von Nassau an Dekan, Scholaster und das Kapitel von St. Maria im Felde. |
| 12.03.1355 | um die dritte Stunde tagt das Berger Gericht vor dem Wohnhaus des Edelknechts Waltherus von Bergen. |
| 1362 | ist Eberhard von Gutenberg Herr des Gerichts zu Bergen. |
| Vor 1366 | kaufen Werner Antzelmann, Edelknecht aus Steeg und seine Frau Hildegard in der Gemarkung Bergen 3 Morgen Ackerland von Philipp Bernstadt und dessen Frau wovon jährlich 3 Viertel Korn an die Herren von Eberbach zu geben sind sowie einen Weinberg. |
| 1366, 10. Oktober | vermachen Werner Antzelmann, Edelknecht, und seine Frau Hildegard ihr gesamtes Gut zu Bergen gegen einen Zins dem Abt und Konvent des Klosters Disibodenberg. Nach ihrem Tod fällt ihr Besitz an dieses Kloster. Daraus entsteht der Disibodenberger Hof. |
| 5.10.1374 | übergibt Graf Heinrich II. von Veldenz nach dem Tod des Eberhard von Gudenberg das Berger Lehen dem Johann genannt Fullschussel von Ingelheim zu rechtem Mannlehen. |
| vor 1378 | erhalten Kindeln und Wilhelm Sonelin von Armsheim zu Lehen, was vorher Wilhelm von Bergen inne hatte. |
| zwischen 1378 und 1387 | erhält Wilhelm Sonlin, Burggraf von Stadecken, von den Grafen Heinrich III. und Friedrich II. das Gericht zu Bergen mit Wasser, Weiden, 47 Morgen Ackerland und Wiesen sowie den Zins eines Weinbergs samt der Freiheit zu Armsheim zu Lehen. |
| 1379 | bekennt Johann Fullschussel von Ingelheim von den Brüdern Graf Heinrich III. und Friedrich II. Berger Lehen, Hof, Baumgärten und 156 Morgen Ackerland zu haben. |
| 1392, 6. Oktober | verkaufen der Edelknecht Peter von Bosenheim und seine Frau Adelheid sowie sein Bruder Friedrich und Ehefrau dem Abt und Konvent des Kloster Disibodenberg ihre Güter, Äcker, Wiesen, Hofstatt, Zinsen und Gülten zu Bergen, da sie ein rechter Teil zu dem seien (Ergänzung), was Werner von Antzelmann und seine Frau bereits dem Abt und Kloster übertragen hatten. |
| 1387 und 1392 | besitzen Johann und Eberhard Fullschußel das Berger Lehen von Graf Friedrich II. von Veldenz. |
| 1426 | holen sich die Berger Schöffen nach dem Haderbuch ein Urteil beim Ingelheimer Oberhof. |
| 1436, 7. Dezember | bekennt Wilderich von Wadenau, genannt Brand von Diebach, das Lehen zu Bergen mit Zehnten, Gülten, Äckern, Wiesen, Wasser, Weide, Wäldern und Feldern erhalten zu haben, welches einst sein Vater Sullin von Wadenau (Armsheim) von den Grafen Heinrich und Friedrich von Veldenz verliehen bekam. |
| 1446 | wird Symon Bone von Algesheim mit Weinbergen in Diebach belehnt, die vorher sein Vetter Fust von Diebach genannt Knebel zu Lehen hatte. |
| 1449, 12. September | Pfalzgraf Stephan von Simmern belehnt seinen Kanzler Nicolaus Langwerth von Simmern (»1380-1450) erstmals mit Gütern in Bergen. „Item liehen wir ym zu lehen das Gericht zu Bergen bei Algensheym gelegen mit den eckern un gütern als die von Wadenau und Wilderich sin Aniche von der Graveschaft zu Veldensz gehabt und habent, daß itz vor siebenehalp Malter Korns verlühen ist, als eyne das unser sweher (Graf Friedrich von Veldenz) selige zu Zeyten gelühen hait.“ Die Familie Wilderich genannt Brand war in Diebach bei Bacharach ansässig. Die Mutter des Kanzlers Nicolaus (ca 1380-1450), eine geborene Brand von Diebach. |
| 1459-84 | ergreifen in der Mainzer Stiftsfehde zwischen Dieter von Isenburg und Adolf von Nassau die Grafen von Veldenz anders als ihre kurfürstlichen Vettern von der Pfalz Partei für Adolf von Nassau. Beim blutigen Überfall Adolfs auf die Stadt Mainz, die er im Handstreich am 28.10.1462 einnimmt, raubt Graf Ludwig von Veldenz-Zweibrücken, genannt „der Schwarze“ 21 Frachtwagen voll Beute aus Mainz, wovon auch Beutegut zu den Berger Höfen gebracht worden sein soll. Johann Langwerth, der Sohn des Nicolaus (ca 1424-1502), ist wie der Vater veldenz-zweibrückischer Kanzler und wird an diesem Überfall beteiligt gewesen sein. Für seine besondere Verdienste in der Bischofsfehde erhält er die Burg Hattenheim zu Lehen. |
| Seit 1464 | ist die Burg zu Hattenheim Wohnsitz der Familie Langwerth von Simmern als Lehen der Pfalzgrafen von Pfalz-Zweibrücken. Zur Burg gehört bedeutender Weinbergsbesitz in der Gemarkung Hattenheim, das „Mannwerk“. |
| 1488 und 16.07.1488 | erteilt Erzbischof Berthold von Henneberg einen Ablaß von 40 Tagen allen Gläubigen, die reumütig ihre Sünden beichten und die Kirche des hl. Laurentius in Bergen besuchen. Den Klerikern und Einwohnern von Gau-Algesheim, Appenheim, Nieder- und Ober-Hilbersheim, Aspisheim, Dromersheim und Ockenheim wird Erlaubnis erteilt, jährlich eine Wallfahrt zur Kirche des hl. Laurentius mit dem Allerheiligsten abzuhalten. Hierin wird die Verpflichtung der genannten Pfarreien zum Besuch ihrer ehemaligen Mutterkirche deutlich. |
| 1501 | erhält Johann Langwerth, Sohn des Nicolaus und ebenfalls Kanzler der Grafen von Pfalz-Zweibrücken die gleichen Weinberge in Diebach als Mannlehen, die vorher Symon Bone von Algesheim inne hatte. Hieraus könnten sich verwandtschaftliche Verbindungen zu den Algesheimer Adelsfamilien herleiten, die die Lilie im Wappen führen. |
| Das Langwerth’sche Wappen führt eine Lilie im Schild. Peter von Algesheim, ein Vasall der Grafen von Sponheim führt 1387 ebenfalls eine Lilie im Wappen. Es gab vermutlich mehrere Zweige der Familie von Algesheim, die Lilien im Wappen führen wie die Gruele, die Winzing und Bone (von Bonland bei Isny im Allgäu kommend), letztere sind 1286 mit dem zum Mainzer Erzbischof gewählten Heinrich II., einem Minoriten, nach Mainz übergesiedelt. | |
| Das Gut in Bergen liefert in erster Linie Feldfrüchte sowie einen leichten Landwein, der später in Hattenheim gelagert wird. Das Dorf „Bergen“ umfasst nie mehr als sechs Höfe: Den Haupthof in Verbindung mit der Gerichtsbarkeit, den Hof der Familie von Bergen, später im Besitz des Jost von Eltz, „Eltzer Hof“ genannt, wird 1584 an Philipp Langwerth vererbt, zu ihm gehören das Algesheimer Spitalgut und das Binger Stiftsgut von St. Martin sowie der „Stadecker Hof“ und der „Disibodenberger Hof“. | |
| 1502, 11.10. | Herzog Alexander von Pfalz-Zweibrücken gibt seinem Vasall Georg Langwerth neben einem Weinberg zu Monzingen hinter der Kirche, das Burglehen zu Hattenheim sowie das Gericht, Äcker und Güter zu Bergen als Mannlehen zu Lehen, wie die von Wadenau es vormals von den Grafen von Veldenz für 7 ½ Malter Korn inne hatten. |
| 1559 | wird im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken die Reformation eingeführt. Der Disibodenberger Hof in Bergen wird der Kirchenschaffnei Meisenheim unterstellt. Seine Abgaben werden schulischen und sozialen Zwecken zugeführt. |
| 1562 | verpachtet das Stift St. Martin seine Güter zu Bergen für 2 Malter Korn an Konrad Reuß von Guntheim. Diese besaßen wiederum in Gau-Algesheim einen Adelshof gegenüber der Kirche (heute Hof Kronenberger). |
| 1570 | wird das Filialverhältnis zu Ober-Hilbersheim gelöst und die Berger Kirche der Pfarrei Ockenheim zugeteilt. Joist von Eltz bekundet für 4 Malter Korn jährliche Pacht die Güter des St. Martinsstiftes erblich in Bestand zu haben. |
| 1571 | Schultheiß, Bürgermeister und Rat mit der gesamten Gemeinde von Algesheim verpflichten sich im Beisein des Oberschultheißen und der Gerichtsschöffen, als Vögte, Vorsteher und Verwalter das Algesheimer Spitalgut in Bergen in Bestand zu halten, das dem Dekan, Kapitel und der Präzens des St. Martinstiftes zu Bingen zu Nutzen ist, alle Lasten zu tragen und auf 3 Jahre 4 Malter Korn, Binger Maß, auf der Herren Speicher zu liefern. Gleichzeitig wird eine Bestandsaufnahme gemacht. Nach Ablauf des Bestands soll diese Vereinbarung auf ihre Bitte ihnen vor anderen gegönnt werden. Das Gut besteht aus einem Hof mit Stallungen sowie 16 Flurstücken mit 64 ½ Morgen Ackerland. Im gleichen Jahr bekunden Schultheiß, Bürgermeister, Rat und Gemeinde von Algesheim im Beisein des Schultheißen und des Gerichts zu Bergen, dem Hofmann Joist von Eltzen das Spitalgut auf 32 Jahre für 7 Malter Korn, Binger Maß, erblich in Bestand zu geben, wovon 3 Malter nach Algesheim und 4 Malter nach Bingen zu liefern sind. Dem Beständer wird nach Vertragsablauf eine Art „Vorkaufsrecht“ eingeräumt. |
| 1573 | fällt der Berger Zehnt wieder an den Erzbischof. |
| 1584 | vererbt Jost von Eltz, inzwischen Berger Schultheiß, seinen Eigenanteil, der aus dem Vorbesitz derer von Bergen stammt sowie Hinzukäufe an Philipp Langwerth von Simmern(»1549-1606). Es gibt in Bergen zu dieser Zeit noch vier bewohnte Häuser, Jost Eltz, der Langwerth’sche Schultheiß, Josts Sohn Paul, der Büttel, der Disibodenberger Hof mit einem Hofmann, der im Kapellenhaus neben dem Kirchlein wohnende Kapellenbruder „so sich von Almosen ernährt“. |
| 1586 | verkaufen Hans Beer und seine Frau Apollonia ihren Hof zu Bergen an Herzog Johann I. von Pfalz-Zweibrücken, der ihn gleichzeitig für 12 Malter Korn, Mainzer Maß, zu liefern an das Schloss in Stadecken wiederum an das Paar verpachtet. (später Stadecker Hof.) |
| 1596, 22. Juli | Philipp Langwerth schließt mit den Berger Hofleuten Hans Beer und Matthias Kramer einen Vertrag wegen der zu leistenden Frondienste. |
| 1603 | wird der Disibodenberger Hof erwähnt. Henrich Joris aus Landershofen heiratet Elisabeth, die Witwe des vormaligen Disibodenberger Hofmanns Theiß Kromer. Er soll in den Pachtvertrag eintreten, den der Verstorbene 1588 abgeschlossen und 1602 erneuert hat, die Kaution stellen und die Leibeigenschaft regeln. |
| 1618 | zieht an Ostermontag und am St. Laurenzitag eine Prozession nach Bergen. In der „Kreuzwoche geht man im Tausch von Algesheim nach Ockenheim. |
| 1621 | Besetzung der Kurpfalz durch die Spanier unter General Christobal Spinola. |
| 1624 | bittet die Witwe des Henrich Joris um Aufschub der Pacht von 7 Malter Gerste, da ihr die spanischen Reiter in diesem Jahr die Ernte aus der Scheune gestohlen haben. Im gleichen Jahr bittet auch der Schaffner in Meisenheim um Aufschub wegen der Gefahr, die durch die „Kriegsvölker“ droht. Eine Lieferung nach Bingen wurde dem Hofmann Jakob Frick gewaltsam abgenommen. |
| 1625 | bittet die Witwe des Hans Eltz, Elisabeth, um Nachlaß der Pacht, da ihr Haus geplündert, der Hof verwüstet sei, wodurch sie die Felder nicht bestellen kann. In gleichem Sinn bitten weitere Hofleute um Nachlaß, da ihre Höfe zerstört sind und sie in ihrer Arbeit von den Soldaten belästigt werden. Hinzu kommt eine Mißernte. Wahrscheinlich wurde auch das Saatgut vernichtet. Die Übeltäter können nur die Spanier gewesen sein, die ab 1621 unter Spinola die Kurpfalz besetzt hielten. Die Hofleute flüchten überwiegend in den Schutz der Gau-Algesheimer Stadtmauern. Der Ort Bergen liegt 10 Jahre wüst und verlassen da. |
| nach 1648 | bauen die Langwerth ihre Höfe wieder auf, legen die Güter zusammen und setzen katholische Beständer ein. Diese bitten neben der zerstörten Kirche auf den Fundamenten der Scheune des Glöckners eine kleine Kapelle bauen zu dürfen. Sie maß 5 ½ Ruthen (21 m) in der Länge und 3 ¼ Ruthen (12 m) (1 Ruthe = ca 3,8 m) in der Breite. Die Kapelle war den hl. Laurentius, Rochus und Sebastianus geweiht. |
| 1660 | wird die Absprache über die Frondienste zwischen den pfalz-zweibrückischen Hofleuten und den Langwerth erneuert. |
| 1664 | werden Erb- und Pachtverträge zwischen den Langwerth einerseits und dem Stadecker Keller Jakob Römer und ihrem Hofmann Lorenz Beer andererseits erneuert, da diese in den Kriegsjahren verloren gingen. Vor dem Algesheimer Gericht erscheint die Ehefrau Petronelle, Hausfrau des Langwerth’schen Hofmanns Andreas Behlen und zeigt ihren Mann an, der in „Dollheit begriffen einen kurmainzischen Markstein umgezackert hat. Sie verspricht, daß solches nicht mehr vorkommt, ihren Vater Peter Gabriel und das Gesinde darum anhält, und bittet um eine geringe Strafe, „weil ihr Mann zum Zeitpunkt der Tat nicht alle beisammen hatte“. Sie müssen 5 Reichsthaler Strafe zahlen. |
| 1666 | im Pestjahr, stiftet Johannes Kraus, wahrscheinlich ein kurfürstlicher
Beamter aus Gau-Algesheim einen heute noch vorhandenen Meßkelch mit
der Inschrift :
„Hic calix oblatus est ut eo celeb(ratur) i(n) f(idem) S. Laurenti 1666“ – „Dieser Kelch wurde gestiftet, damit man durch ihn zur Ehre des hl. Laurentius zelebriere“. |
| 1669-1741 | Der Weihbischof und Bistumsverweser von Regensburg, Gottfried Langwerth von Simmern, Stifter und Wohltäter der St. Laurenzikirche und anderer kirchlicher Einrichtungen im heutigen Rheinhessen erbt den „Stadecker Hof“ mit Weinbergsbesitz, der aus der Mitgift seiner Mutter Maria-Katharina geb. von Gemmingen gekauft worden war. Dieser Weinberg lag mit großer Wahrscheinlichkeit an der „Bergerhall“ und ist heute noch von einer imposanten, sehr alten Trockenmauer eingefriedet, aber allerdings nur noch zu etwa 1/3 mit Reben bepflanzt. Der Rest des Geländes ist verwildert. |
| 16.04.1670 | gibt Herzog Friedrich Ludwig von Pfalz-Zweibrücken das Hofgut zu Bergen an Georg Christoph Langwerth von Simmern, den Vater des Weihbischofs, zu Lehen. Aus der Mitgift der Mutter, Maria Katharina geb. von Gemmingen wird der Stadecker Hof gekauft, den der Weihbischof nach dem Tod der Eltern erbt (s.o.). |
| 1687 | kommt es zum Schriftwechsel zwischen Kurmainz und Kurpfalz, da die Weinheimer Schiffsleute sich beschweren wegen Platzmangel auf der Fähre nicht alle Rheingauer Wallfahrer mit ihren Pferden übersetzen zu können. Nur in Frei-Weinheim können die Rheingauer zollfrei übersetzen. Die Wallfahrer sollen zeitig zur Anlegestelle kommen. Die Schiffsleute werden aufgefordert genügend Schiffsraum zur Verfügung zu stellen. |
| 1702, 1703 | Bittgesuche an das Generalvikariat die anlässlich der Wallfahrt gespendeten Gelder der Kirche und die Naturalien wie seither dem Pfarrer zukommen zu lassen. Die Naturalien wurden später ebenfalls verkauft und der Erlös dem Wiederaufbaufond der Kirche zugeführt. Die Kirche in Bergen ist jetzt Filiale von Gau-Algesheim. |
| 1707 | Grundsteinlegung für die neue Laurenzikirche auf den Fundamenten der alten merowingischen Zentralkirche. |
| 1717 | ist die neue Laurenzikirche fertig gestellt. Pfarrer Clemens von Algesheim bittet wiederum die Geld- und Naturalspenden dem ursprünglichen Verwendungszweck zuzuführen. |
| 1718 | Bischof Bernhard Maria von Trier bestätigt eine Reliquie des hl. Laurentius wohl verschlossen in einer ovalen Kapsel enthalten, diese mit einem roten Band und seinem Siegel versehen zu haben. Er hatte sie von Pater Joannes von Camerino O.F.M. erhalten. Es handelte sich um eine Schenkung des römischen Kardinals Paulutio. Die als authentisch anerkannte Reliquie kann in einer Kirche, einem Oratorium oder einer Kapelle öffentlich den Gläubigen zur Verehrung ausgestellt werden. (Bestätigung durch Weihbischof Christoph Nebel von 1738.) |
| 1719 | Pro Memoria den Partikel des hl. Martyrers Laurentius betreffend. Pater Fortunatus Dohlen O.F.M., apostolischer Poenitentiar Papst Clemens XI. schenkt Pfarrer Johann Georg Clemens von Algesheim eine vom ranghöchsten Kardinal im Vatikan, Kardinal Paulutio, authentifizierte Reliquie des hl. Laurentius, die aber erst 1739, nach Anfertigung einer Reliquienmonstranz an die Laurenzikirche ausgehändigt wird. |
| 1719 | berichtet Pfarrer Clemens im Visitationsbericht, dass Bergen keine eigentliche Filiale sei. Der gesamte Ort gehöre den Langwerth bis auf einen Hof. Zum Laurenzifest kommen die Gau-Algesheimer, Ockenheimer und Dromersheimer mit dem Allerheiligsten zur Laurenzikirche. Es gibt Differenzen zwischen dem Amtskeller und den Langwerth wegen der Lieferung von zwei Malter Korn aus der Kellerei an den Berger Glöckner und dessen Präsentationsrecht durch die Langwerth. Die Differenzen zwischen Algesheim und der Familie Langwerth wegen des Jagdrechts und der Aufsicht bei der Laurenziwallfahrt häufen sich. Die Folge sind Eingriffe des Algesheimer Amtskellers auf die Gerichtsbarkeit und die Jagdrechte der Langwerth in Bergen. Es wohnen auf dem Laurenziberg 43 Seelen, Knechte und Mägde eingeschlossen. Algesheim zählt 904 Seelen. |
| 1725 und 1726 | dringen wiederholt in den Nächten Ockenheimer Einwohner in das Berger Wäldchen der Langwerth ein und schlagen unerlaubterweise Holz. |
| 1730, 14. September | Fest Kreuzerhöhung, Weihe der heutigen Laurenzikirche durch den Mainzer Weihbischof Caspar Adolph Schernauer. Die Berger Kirchweih wird später auf den folgenden Sonntag nach Kreuzerhöhung verlegt, da sie sonst mit der Algesheimer Kirchweih kollidiert. |
| 1741 | ist Johann Peter Euler Pächter des Langwerth’schen Gutes auf 6 Jahre. |
| 1744 | erhalten Georg-Reinhard, Christoph-Ludwig und Adolf-Friedrich Langwerth nach dem Tod ihres Vaters Philipp-Reinhard (1670-1729) die verbliebenen Berger Höfe von den Herzögen Christian III. und Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken zu Lehen. |
| ab 1763 | wohnt Carl-Philipp Langwerth (1709-1775), ältester Sohn von Philipp-Reinhard, dem Bruders des Weihbischofs, dauerhaft im Stadecker Hof in Bergen. Seine vier Kinder werden vom kath. Pfarrer von Algesheim getauft. 1767 wechselt er den Wohnsitz nach Schornsheim, wo er 1775 stirbt. Mit Carl-Philipp beginnt die Verschuldung der Berger Güter. |
| 1788 | seine Witwe, Johanna Viktoria Elisabeth von Wacholtz, zieht wieder nach Bergen, wo sie und ihre Töchter nach einem Schreiben des Mainzer Generalvikariats an den Gau-Algesheimer Pfarrer Georg Wank vom lutherischen Pfarrer Georgi von Schornsheim in der Stille das Abendmahl gereicht bekommt. |
| 1790 | leben auf dem Laurenziberg, wie er jetzt nach dem Patrozinium der Kirche genannt wird, 9 Familien, 51 Seelen, 33 Kommunikanten und die lutherische Familie Langwerth. Außer von einer Familie erhalten die Langwerth vom gesamten Dorf den Zehnten. |
| vor 1792 | bis zur Auflösung der Klöster helfen bei der Laurenziwallfahrt außer den Algesheimer Pfarrgeistlichen zwei bis drei Kapuziner von Bingen, zwei bis drei Franziskaner und drei Karmeliten von Kreuznach und die benachbarten Pfarrer und Kapläne aus. Sie geleiten auch die Prozession mit dem Allerheiligsten zum Berg. Zwei „Schweitzer“ (Kirchenschützen) achteten auf „gute“ Ordnung. |
| 1803/1810 | berichtet Pfarrer Göbel, dass die Laurenzikirche ihres Inventars beraubt sei, welches die Franzosen im kalten Winter 1795 verheizt haben. |
| 1807 | erhält die ihres Inventars beraubte Laurenzikirche als Hochaltar den 1656 von dem Mainzer Domscholaster und späteren Erzbischof Karl Heinrich von Metternich für die Grabkapelle seiner Familie in der Lambertikapelle des Mainzer Doms gestifteten Altar mit dem Wappen der Familie Metternich-Beilstein-Winneburg (Metternich drei schwarze Pilgermuscheln im Herzschild auf silbernem Grund, Beilstein drei bis fünf goldene Kreuze und Winneburg drei silberne Hörner). |
| 1812 | bemühen sich Bischof Colmar und Pfarrer Göbel erfolgreich um den Erhalt der Laurenzikirche sowie der Wallfahrt nachdem ein gewisser Paravey, Gutsbesitzer und Schützling der Franzosen, mit allen Mitteln versuchte, die Kirche samt dazugehörenden Ländereien an sich zu reißen. Das Kirchengut umfasste 11 Morgen. |
| 1812. 9. September | Verkauf und damit Verlust der Langwerh’schen Güter auf dem Laurenziberg wie auch der anderen, im heutigen Rheinhessen verstreuten Besitzungen. Gleichzeitig versteigert der Gau-Algesheimer Bürgermeister Eickemeyer eigenmächtig das Algesheimer Hospitalgut auf dem Laurenziberg. |
| Ab 1812 | wechseln die Besitzer der Langwerth’schen Güter in rascher Folge. Nach dem der von den Franzosen begünstigte Käufer Peter Franz Paravey das linksrheinische Gebiet mit seinen Gönnern 1813 verlassen musste, übernahm zunächst der Pächter Michael Wetzler das Gut, wofür er offensichtlich aus dem Kirchenfond ein Darlehen erhielt. Wetzler ist auch 1816 Küster der Laurenzikirche. Über weitere Besitzer wie die Gebrüder Rang (1835) und die im Hunsrück begüterte Industriellenfamilie Puricelli kam ein Großteil des Gutes an Hermann Sterk, der es unter seine zwei Söhne, Alfons und Hermann Sterk jun. aufteilte. Der andere Teil des Gutes auf der gegenüberliegenden Straßenseite war schon früher in mehrere Besitzer zersplittert. |
| 1849 | bitten die protestantisch unierten Bürger des Laurenziberges um Einrichtung einer eigenen Schule für ihre Kinder und gleichzeitig um Befreiung der Abgaben für die Schulen in Gau-Algesheim und Appenheim, wohin sie ihre Kinder schicken müssen. Es unterzeichnen: Johann Georg und Jakob Heinrich Rang, Karl Huff, Jakob Bieser, Johann, Christoph und Jakob Heinrich Zelt, Wilhelm Golter, Friedrich Guntheimer, Jakob Fritz und Elisabetha Gallei. |
| 29.03.1854 | Urteil im Laurenziberger Friedhofsstreit. Pfarrer Johann Anton Waldeck und der kath. Kirchenvorstand von Gau-Algesheim führten einen Prozess gegen die Erben des verstorbenen Gutsbesitzers Georg Rang wegen eines kolossalen Denkmals auf dem Kirchhof bei der Laurenzikirche. Seit 1819 gab es protestantische Christen auf dem Laurenziberg. 1821 wurde der erste Protestant bei der Laurenzikirche beerdigt, inzwischen waren es acht. Es hatte deshalb keine Schwierigkeiten gegeben. Aber das Grabmal von 36 Quadratfuß (1,08 qm), obendrein noch ohne christliche Symbol, erregte Widerspruch. (Es ist noch heute auf dem „neuen“ Laurenziberger Friedhof zu sehen. Die kath. Pfarrei verlor den Prozess, da nach dem französischen Gesetz geurteilt wurde, wonach die Friedhöfe Staatseigentum waren. Der kleine Friedhof zwischen Kirche und Küsterhaus, bei denen die Händler ihre Verkaufsstände über den Gräbern aufschlagen durften, wurde daraufhin aufgegeben. Die Evangelischen erhielten ihren eigenen Friedhof, die Katholiken wurden bis vor wenigen Jahren ausschließlich in Gau-Algesheim beerdigt. |
| 1866 | wird das Laurenziberger Kirchengut, welches bisher an den Küster Kölsch verpachtet war, neu ausgeschrieben ohne Unterschied der Konfession. |
| 1868 | erhält die Laurenzikirche aus der Mainzer Christophkirche die beiden Seitenaltäre. Der rechte Seitenaltar, dem hl. Kreuz geweiht, enthielt 1792-1868 ein berühmtes, heute in der St. Quintinskirche aufbewahrtes gotisches Kreuz, das sogenannte „Schelkropper“-Kreuz. Der linke Seitenaltar ist der Mutter Gottes geweiht. |
| 6.06.1867 | bedankt sich der Gau-Algesheimer Pfarrverwalter Kuhn bei Bischof Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler für die Stiftung der Laurenzifigur für die Laurenzikirche und sagt die Aufstellung nach entsprechender Restaurierung des Hochaltars zu. Gleichzeitig bittet er den Bischof anläßlich seiner Romreise um die Erneuerung des Ablasses. Am 28.08.1867 wird der Ablaß durch Papst Pius IX. allen Christgläubigen gewährt, die am Laurenzitag bzw. in der Oktav die Laurenzikirche besuchen, nach abgelegter Beichte, durch die hl. Kommunion gestärkt und fromm gebetet haben. |
| 1905 | erfolgt der Umbau und die Renovierung der Laurenzikirche durch den Mainzer Architekt Greifzu. |
| am 29.07.1906 | bevollmächtigt Bischof Georg Heinrich Kirstein (bis 1903 Pfarrer in Gau-Algesheim) seinen Nachfolger, Dekan Pfarrer Friedrich Joseph Hensel die renovierte Laurenzikirche zu benedizieren. |
| 11.05.1930 | schwere Bluttat auf dem Laurenziberg bei der zwei Menschen zu Tode kommen. Ein 28jähriger Schweizer ersticht im Streit den 50jährigen Schweizer Karl Renz, den 29jährigen Alfons Sterk und verletzt den 27jährigen Hermann Sterk, der den beiden zu Hilfe kommt, schwer. |
| 1957 | erhält die Laurenzikirche wieder neue Glocken.
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| 1970 | Bischof Volk besichtigt die Laurenzikirche. Die Kirche weist große Schäden auf. Renovierungskosten DM 170.000,-, aber Gelder sind nicht vorhanden! Zur Renovierung stehen 1978 DM 80.000,-- zur Verfügung. |
| 1978/79 | nach schweren Bauschäden wird das 1905 angebrachte Rigipsgewölbe entfernt, eine Flachdecke eingezogen und das Innere der Kirche renoviert. |
| 1989 | erfolgt die Außenrenovierung und Neugestaltung der Außenanlagen in Eigenleistung durch die Chorgemeinschaft Cäcilia-Sängerlust, Gau-Algesheim. Lediglich die Materialkosten sind von der Pfarrei zu tragen. Eine viel beachtete, großartige Jahrhundertleistung! Seitdem kümmert sich die Chorgemeinschaft rührend um „ihre“ Laurenzikirche und eröffnet jedes Jahr feierlich zum 1. Mai die Wallfahrtssaison. Pfarrer Dr. Ludwig Hellriegel richtet im gleichen Jahr in der Laurenzikirche eine Gedenkstätte für die Märtyrer der Diözese Mainz aus der Zeit des Nationalsozialismus ein. |
| 2000/2001 | Anschaffung eines neuen Zelebrationsaltars mit Ambo und Sedillen. Bronzeteile geschaffen von Paul Brandenburg, Berlin, nach Joh. 15,5 „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“. Die Holzarbeiten fertigte Schreinermeister Gerhard Hattemer, Gau-Algesheim. |
| Manfred Wantzen
Quellen: Carl-Brilmayer-Gesellschaft, Beiträge zur Geschichte des Gau-Algesheimer Raumes, Band 1, Band 4, Band 36 Ludwig Hellriegel, Manfred Wantzen, Werner Gondolf: „Der Laurenziberg“, Band 41 „Gau-Algesheim-Historisches Lesebuch“ |