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Grußwort zum Jahreswechsel 2016/17

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Jahr neigt sich dem Ende, Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Nach einem aufreibenden, einem aufwühlenden Jahr freuen wir uns auf Feiern im Familien- und Freundeskreis und auf ein paar geruhsame arbeitsfreie Tage.

Der Jahresausklang lädt dazu ein, noch einmal zurück- sowie nach vorn zu blicken. Wo stehen wir, was haben wir erreicht, was streben wir an für das neue Jahr?

Ich freue mich, zum Jahresausklang sagen zu können: Gau-Algesheim steht gut da. Der Haushalt 2017 weist im Ergebnishaushalt einen Überschuss in Höhe von € 328.537,00 aus. Im Finanzhaushalt 2017 ergibt sich eine freie Finanzspitze in Höhe von € 627.884,00.

Die Verpflichtung den Haushalt in der Planung auszugleichen, ist damit erfüllt.

So viele wie schon lange nicht mehr, haben einen guten Arbeitsplatz und die allermeisten Jugendlichen haben bald nach ihrem Schulabschluss einen Ausbildungsplatz gefunden. Viele Firmen bauten ihre Marktposition weiter aus, Handel und Gewerbe legten zu. Viele Menschen haben neue Perspektiven gewonnen, Leistung und Initiative haben sich ausgezahlt.

Ein gutes Signal für unsere Zukunft ist, dass Gau-Algesheim weiter wächst.

Der Anstieg auf jetzt 7.106 Bewohnerinnen und Bewohner geht zum einen darauf zurück, dass bei uns mehr Kinder geboren werden. Und zum anderen hat sich Gau-Algesheim auch als attraktiv für Menschen und Unternehmen aus anderen Orten und anderen Ländern erwiesen.

Viele Geschehnisse und Entwicklungen waren 2016 für Gau-Algesheim von großer Bedeutung, doch das herausragende Ereignis war sicher unser Festival 766 und 200 Jahre Rheinhessen. Hier geht nochmals ein großes Dankeschön an Christine Blass und Günther Dudek und die beteiligten Gau-Algesheimer Vereine.

Die Stadt war in diesem Jahr in der Lage, viele zukunftsweisende Vorhaben auf den Weg zu bringen. Exemplarisch möchte ich den Festplatz Bleiche 2. Bauabschnitt, das Neubaugebiet in der Eichenbach und das Projekt Wohnen im Steinert herausgreifen. Diese Projekte werden die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern und den Wirtschaftsstandort Gau-Algesheim stärken.

Wir sind auf einem guten Weg. Und diesen erfolgreichen Kurs werden wir auch im kommenden Jahr fortsetzen.

Auch in diesem Jahr standen wir vor der großen Aufgabe, Frauen, Männer und Kinder, die vor Krieg und Gewalt nach Deutschland geflohen sind, bei uns aufzunehmen und zu integrieren. Dank des großen Einsatzes der hauptamtlichen Kräfte und der Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren, konnten wir die Geflüchteten gut unterbringen und erste Maßnahmen in die Wege leiten, damit sie in Gau-Algesheim Fuß fassen können. Doch Integration ist eine langfristige Aufgabe. Sie wird uns auch im kommenden Jahr einiges abverlangen.

Aber ich kann versichern, dass sich die Stadt, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung all ihren Aufgaben mit voller Kraft widmen.

Ich bin sehr dankbar für die Willkommenskultur, die sich in Gau-Algesheim entwickelt hat. Entschieden verwahre ich mich jedoch dagegen, dass gegen Geflüchtete und gegen Menschen, die sie unterstützen, gehetzt wird, dass sie beschimpft und sogar angegriffen werden. Hass und Gewalt sind keine Mittel der politischen Auseinandersetzung. Hass und Gewalt dürfen wir nicht hinnehmen. Gau-Algesheim ist und bleibt eine weltoffene, eine solidarische, eine mitfühlende Stadt.

Das ausklingende Jahr war ein Jahr voller Krieg, Terror und Gewalt. Die Bürger- beziehungsweise Stellvertreterkriege in Syrien und im Jemen eskalierten immer mehr; die halbe Welt wurde von Terroranschlägen mit islamistischem Hintergrund überzogen, denen zahllose unschuldige Menschen zum Opfer fielen. Auch Deutschland war betroffen. Die Anschläge in einer Regionalbahn nach Würzburg und in Ansbach, die viele Menschen schwer verletzten, haben, wie auch die Attentate in Frankreich und Belgien, viele Fragen aufgeworfen. Fragen, die längst noch nicht alle gelöst sind. Aber eines ist klar: Wir müssen an unserer freien, an unserer offenen Lebensweise festhalten.

Der Terror trifft alle: Christen wie Muslime, Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen rund um den Globus. Deshalb dürfen wir Flüchtlinge oder Muslime nicht generell unter Verdacht stellen, nur weil unter den Attentätern Geflüchtete und Muslime waren.

Hetze im Internet gegen Andersdenkende, aber auch rechtsextremistische Gewalt haben in den letzten beiden Jahren dramatisch zugenommen. Fast jede Woche mussten wir von Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte hören. Auch der Amoklauf eines Schülers im Münchner Olympia-Einkaufszentrum, hinter dem zunächst ein Terroranschlag vermutet wurde, hatte einen rechtsextremen Hintergrund.

Die großen Krisen und Konflikte unserer Zeit betreffen unser Land wie auch Europa ganz direkt. Doch gerade jetzt zeigt sich die Europäische Union viel zu oft uneins, nationale Interessen gewinnen immer öfter die Oberhand. Und mit Großbritannien hat in diesem Jahr erstmals ein bedeutendes Mitgliedsland für den Austritt aus der Gemeinschaft votiert. Noch ist gar nicht abzusehen, welche Folgen der Brexit haben wird.

Sicher haben Sie die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiero verfolgt. Doch die Freude an spannenden Wettkämpfen und bewegenden sportlichen Momenten war getrübt durch den Dopingskandal. Der olympische, der organisierte Sport hat an Glaubwürdigkeit verloren. Einen Lichtblick bot die erstmalige Aufstellung einer Flüchtlingsmannschaft: Sie stand für die völkerbindende Idee der Spiele und das alte Motto, Dabeisein ist alles.

Eine wahre Pioniertat gelang den Schweizern André Borschberg und Bertrand Piccard: Sie umrundeten die ganze Welt in einem Solarflugzeug, also völlig ohne Treibstoff. Auch wenn die Solartechnik für normale Flugzeuge noch nicht geeignet ist, lieferten die beiden Piloten mit ihrem Flug, der inklusive langer Wartezeiten 505 Tage dauerte, einen
eindrucksvollen Beweis für die Leistungsfähigkeit der erneuerbaren Energien. Damit setzten sie ein Zeichen – verbraucht die Menschheit doch jedes Jahr weitaus mehr Ressourcen, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann.

Das kommende Jahr ist ein Wahljahr: Im Herbst steht die Wahl des Bundestags und damit einer neuen Regierung an. Es wird ein neuer Landrat/ Landrätin und ein VerbandsBürgermeister gewählt. Bei den Wahlen geht es um die Weichenstellung für die künftige Politik. Deshalb möchte ich schon jetzt an Sie appellieren, Ihr Wahlrecht zu nutzen. Gehen Sie wählen! Ihre Stimme zählt! Gerade jetzt, wo sich die Parteienlandschaft durch die AfD stark verändert hat, kommt es auf jede Stimme an.

2017 ist Reformationsjahr. 500 Jahre ist es kommenden Herbst her, dass Martin Luther mit seinen Thesen zu einer Kirchenreform hervortrat, die letztlich zur Herausbildung der evangelischen Kirchen führte. Die Reformation hat die christliche Welt verändert, sie hatte weitreichende Folgen für unser Land. Auch wir werden im kommenden Jahr der Bedeutung der Reformation auf Veranstaltungen nachgehen.

Vieles von dem, was wir in diesem Jahr erreicht haben, geht auf Initiativen und Aktivitäten vieler zurück. Ich möchte hier auf die große Verbundenheit vieler Bürger der Stadt hinweisen. Dieser Gemeinsinn, dieses ehrenamtliche Engagement ist eine große Stärke unserer Stadt.

Zum Jahresausklang möchte ich allen die sich in und für unsere Stadt engagieren, ganz herzlich danken. Den Unternehmerinnen und Unternehmern, die zuverlässig kulturelle und sportliche Events sponsern; den ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern, die unsere Vereine am Laufen halten und sich um ihre Mitmenschen kümmern. Ihr Engagement trägt viel zu einem guten Miteinander in unserer Stadt bei. Danken möchte ich auch allen die an den kommenden Feiertagen in ihrem Beruf oder ehrenamtlich arbeiten und damit die Grundversorgung unserer Stadt aufrechterhalten. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einem guten Zusammenleben in Gau-Algesheim.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Gau-Algesheim ist eine lebens- und liebenswerte Stadt. Wir haben viele Stärken, wir stehen zusammen. Darauf können wir bauen. Und deshalb können wir mit Zuversicht ins neue Jahr blicken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass die Erwartungen, die Sie mit 2017 verknüpfen, in Erfüllung gehen, sowie schöne Feiertage, einen guten Übergang und ein gutes neues Jahr.

Herzliche Grüße
Ihr Dieter Faust
Stadtbürgermeister

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